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In einer Umfrage der Washington Post vom August 2020 gab die Hälfte der berufstätigen Eltern an, dass ganztägiges E-Learning der Kinder zu Hause ihnen das Arbeiten erschweren oder unmöglich machen würde.
Viele Familien lernen inzwischen seit Monaten zu Hause – wegen Schulschließungen, Quarantäne oder aus eigener Entscheidung. Wenn es Ihrer Familie wie den meisten geht, gibt es gute und schlechte Tage. In diesem Artikel geben wir Ihnen ein paar Tipps, wie Sie die schwierigen Tage überstehen und die Weichen für bessere E-Learning-Tage stellen.
Seien Sie ehrlich und offen gegenüber Ihrer Führungskraft
Im März 2020 erlebten fast alle Arbeitsplätze einen tiefgreifenden Wandel, als das Homeoffice für Beschäftigte zur einzigen Option wurde. Unternehmen mussten viel flexibler werden, als sie es sich je vorgestellt hatten – auch mit besonderen Regelungen für berufstätige Eltern.
Während Sie das E-Learning Ihrer Kinder organisieren, halten Sie einen klaren Draht zu Ihrer Führungskraft. Die meisten Unternehmen haben Verständnis für die Lage von Eltern und gewähren viel Flexibilität. Achten Sie bei der Planung darauf, dass die Erwartungen auf beiden Seiten klar sind.
Wenn Sie zu Hause doppelt gefordert sind, kann ein unkonventioneller Arbeitsplan helfen. Können Sie früh aufstehen, um vor Schulbeginn schon etwas zu erledigen? Können Sie Meetings nach Schulschluss legen, damit Sie nicht unterbrochen werden?
Schaffen Sie Struktur und Routine für Ihre Familie
Es ist kein Geheimnis, dass die Pandemie das normale Leben auf den Kopf gestellt hat – und das ist noch milde ausgedrückt. Die gewohnte Struktur und Routine des Alltags ist verloren gegangen, und viele Eltern fühlen sich ausgelaugt.
Eine feste Tagesroutine für die Familie kann beim E-Learning enorm helfen. Ihre Kinder wissen dann, was sie Tag für Tag erwartet, und können Lernzeit und Freizeit zu Hause besser trennen. Sie muss aber nicht auf die Minute geplant sein. Legen Sie einen groben Tagesablauf fest und passen Sie ihn nach und nach an.
Vergessen Sie auch den Schlaf nicht. Viele Teenager würden, wenn sie könnten, bis mittags schlafen und um jeden Preis lange aufbleiben. Legen Sie feste Schlafens- und Aufstehzeiten für Wochentage fest, damit Ihre Kinder tagsüber lernbereit sind.
Übertragen Sie Ihren Kindern Verantwortung
Wer Homeoffice und E-Learning unter einen Hut bringen muss, für den bewirkt schon ein bisschen Hilfe viel! Beziehen Sie Ihre Kinder mit altersgerechten Aufgaben und Pflichten im Haushalt ein. Ein paar Vorschläge:
- Lassen Sie Ihre Kinder ihren Wecker selbst stellen. Geben Sie ihnen eine Liste mit Dingen, die vor dem Frühstück erledigt sein sollen – etwa das Bett machen, Zähne putzen oder Laptop und Schulsachen bereitlegen.
- Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder die nötigen Schulsachen haben. Farblich sortierte Hefte und Mappen helfen ihnen, den Überblick zu behalten, sodass sie Sie seltener mit einfachen Fragen unterbrechen.
- Planen Sie eine Besprechung zum Tagesende mit Ihren Kindern. Lassen Sie sich von ihren Aufgaben und den Arbeiten des Schultags erzählen. Wenn sie wissen, dass dieser Termin jeden Tag ansteht, bleiben sie tagsüber eher bei der Sache.
Bitten Sie um Hilfe
Für viele Menschen ist die Isolation das Schlimmste an COVID-19. Wenn möglich, beziehen Sie ein paar Menschen aus Ihrer Kontaktblase ein, die beim E-Learning helfen und Ihren Kindern etwas Gesellschaft bieten können – etwa Großeltern, andere Eltern aus der Schule oder Nachbarn. Sie können auch Lerngruppen oder Mikroschulen in Ihrer Umgebung in Betracht ziehen.
Wenn Sie mit Partner oder Partnerin oder einem anderen Elternteil zusammenleben, bieten sich abwechselnde Schichten an. Während der eine arbeitet, kümmert sich der andere um das E-Learning und umgekehrt. So bekommen Ihre Kinder mehr persönliche Aufmerksamkeit, und Sie können sich konzentriert Ihrer Arbeit widmen.
Seien Sie nachsichtig
An diesen unmöglich schwierigen Tagen, an denen alles auseinanderzufallen scheint, seien Sie nachsichtig mit sich selbst. Gönnen Sie diese Nachsicht auch Ihrem Partner, Ihren Kindern und deren Lehrkräften. Niemand ist ein Experte im Umgang mit dieser Pandemie. Tun Sie Ihr Bestes – und lassen Sie das genug sein.




